Bijlagen

  1. Brief van J. Köbner aan J.E. Feisser, 27-12-1844
  2. Brief van J. de Liefde aan J.E. Feisser, 2-2-1845
  3. Brief van J. de Liefde aan J. Köbner, 2-2-1845
  4. Brief van J. de Liefde aan J.E. Feisser, 16-3-1845
  5. Brief van J. de Liefde aan J.E. Feisser, 9-4-1845
  6. Brief van J. Köbner aan J.E. Feisser, 11-4-1845
  7. Brief van J. de Liefde aan J.E. Feisser, 13-4-1845
  8. Brief van J.B. de Pinto aan J.E. Feisser, 14-4-1845
  9. Brief van J.B. de Pinto aan J.E. Feisser, 24-5-1845
  10. Brief van J. de Liefde aan J.E. Feisser, 25-5-1845
  11. Brief van J.B. de Pinto aan J.E. Feisser, 23-6-1845
  12. Brief van J.B. de Pinto aan J.E. Feisser, 28-6-1845
  13. Brief van J.B. de Pinto aan J.E. Feisser, 12-7-1845
  14. Brief van J.B. de Pinto aan J.E. Feisser, 26-7-1845
  15. Brief van J.B. de Pinto aan J.E. Feisser, 6-9-1845
  16. Brief van G.J. Oncken aan J.E. Feiser, 12-9-1845
  17. Brief van J. Köbner aan J.E. Feisser, 25-9-1845
  18. Brief van J.B. de Pinto aan J.E. Feisser, 24-1845
  19. Brief van J.B. de Pinto aan J.E. Feisser, 6-4-1846

1  Brief van J. Köbner aan J.E. Feisser, 27-12-1844

[273] Hamburg, 27 Dec. 1844,

Mein geliebter Bruder!

Ich sehnte mich sehr nach Brief von Ihnen, denn es war in meinem Herzen fast zur Gewissheit geworden, dass uns der Herr nicht vergeblich so wunderbar zusammen gebracht habe. Ich war so froh in meinem Herrn an dem Tage, den ich bei Ihnen zubrachte, und während ich das Schwert der Wahrheit gegen Sie gebrauchen musstte, gewann ich Sie so herzlich lieb, dass, nachdem ich hier wieder meinen Stand eingenommen hatte, das Auge meiner Seele oft nach Gasselter-Nieuwveen blickte. Der Abschied, welchen wir von einander nahmen unter den Augen des Hernn, und mit unserm Herzen bei Ihm, versprach mir ein freudiges Wiedersehen. Die Nachricht welche ich nun empfangen habe, erinnert mir wieder lefhaft an das herrliche, so oft sich bestätigende Wort, dass Er thun kann überschwenglich über alles was wir bitten and verstehen.

Das Ihr Brief grosse Freude in meinem Herzen hervorrief, brauche ich nicht zu versichern; denn nächst unserm Genuss am Herrn selbst, wenn Er sich unserer Seele offenbart, giebt es ja für uns keinen grösseren Genuss, als wenn wir sehen, dass Andere vou Herzen den Heiland lieben und aus Liebe zu Ihm sich entschliessen, seinen Willen zu thun. Unsre Seele triumphirt, wenn wir Jesus triumphiren sehen! Wenn Andre Ihm nachfolgen, dann fühlen auch wir uns auf's neue gewaltig zu Ihm hingezogen. Sehr lange haben tief gewurzelte Vorurthelle einer fleischlichen Vernunft das theure Wort Gottes in gewissen Theilen gemeistert und die tröstlichen, heiligen Befehle Christi bei Seite geschoben. Schreckliches Unheil ist dadurch auf Erden entstanden, ohne dass die Ver-[274]-fechter der Abweichungen von Gottes Wort dadurch klug werden wollen. O wie herrlich ist es denn, dass der Herr sich hie und da Häuflein, seiner Geringen, deren Herzen Er gedemüthigt hat, sammelt, um ihnen sein Wort wieder, als ihres Fusses Leuchte, in die Hand zu geben. Er turnt ihnen die Augen auf und schenkt ihrem Herzen Einfalt. Er führt sie nicht nach Dordrecht und nicht nach Augsburg, sondern nach Jerusalem, wo er seinen Geist ausgoss und seine Gemeine bildete.

Ihren Vorschlag überlegte ich mit Bruder Oncken und wir fanden auch, dass es wohl am besten ist, dass Einer von uns zum Frühling nach Holland reise, welches denn auch mit des Herrn Hülfe geschehen wird. Am wahrscheinlichtsten ist es, dass ich kommen werde denn obgleich Bruder Oncken's Anwesenheit dort von grosseren Nutzen sein wiirde als die meine, indem der Herr ihn mit vorzüglichen Gaben Seines Geistes ausgerüstet hat, so wird er doch leider durch die schwere Krankheit seiner lieben Frau (Krebs in der Brust) hier festgehalten. Sollte es die Absicht des Herrn sein, mich zu senden, so wollen wir uns zusammen in seiner Liebe zu uns erquicken, und damit dies zu grösserem Segen für uns werde, will ich versuchen, mich näher mit der Holländischen Sprache bekannt zu machen. Ich hoffe dann auch so viel Zeit zu haben, dass ich Zütphen und einige audre Orte mehr besuchen kann, vielleicht in Ihrer Gesellschaft. Moge der Herr alles ordneu, wie Er bisher alles so herrlich geordnet hat, zur Ehre seiner Liebe, Macht und Weisheit. Wir sind der Meinung, dass es wünschenswerth wäre, wenn Sie bis dahin einige Zeit zur Uebersetzung oder Ausarbeitung einiger kleinen Schriften (Tractate) benutzen könnten, welche man alsdann drucken lassen und unentgeltlich verbreiten könnte. Namentlich sollte man einen Tractat über die Taufe haben, auf diese Weise zu verbreiten. Ich weiss nicht, ob Sie es für zweckmässig halten werden, den Inhalt unsrer deutschen Schriften über diesen Gegenstand theilweise zu übersetzen oder eine neue Schrift mit Rücksicht auf die dortigen Verhältnisse zu verfassen. Ich habe neulich einen kleinen Tractat über die besonderen Lehrpuntkte der Baptis­ten in dänischen Sprache für Danemark geschrieben, wovon ich ein Exemplar den Büchern beilege, obgleich ich sehr [275] daran zweifle, dass Sie die dänische Sprache verstehen werden. Was Holland betrifft, so wollen wir freudig in die Zukunft blieken; denn mit der unverfälschten Wahrheit des Wortes Gottes, zu welcher der Heilige Geist seine Kraft geben wird, lassen sich grosse Dinge anfangen, und das Feld scheint in der That, wie Sie auch bemerken, weiss zur Ernte. Die Mittel und Wege zur Arbeit wird uns der Herr schenken. Auf Ihn lasst uns schauen und Ihm treu anhangen. Er wird uns nicht verlassen und nicht versaumen im Kampi für Seine Ehre und Wahrheit. Die Furcht lasst aus uns unserin Herzen verbannen, damit Liebe und Anbetung mehr Raum darin gewinnen, und wir durch diese luchtig werden, das Reich des Herrn aus zu breiten. Er, der uns gnädig leitete an seiner treuen Hand bis hieher, der uns die Erkenntniss seines Wortes schenkte und den Entschluss, nicht Hörer sondern Thüter desselben zu sein, Er wird uns ferner helfen, vorbereiten und mit Kraft aus der Höhe anthun. Ihm, unserin Gott, der von Ewigheit her uns in seine Arme nahm und an seinem Herzen trug, sei Dank, Preis und Ehre, ein ewiges Halleluja! Amen.

Vor längerer Zeit kunz nachdem ich zu Hause gekommen war, schrieb ich einen Brief an Sie mit der Post. Ich sehe aber aus Ihrem Schreiben, dass dieser Brief Ihnen nicht zu Handen gekommen ist. Möge der Herr doch geben, dass es diesem nicht eben so gehe. Ich möchte gerne, dass Sie denselben empfingen ehe Sie nach Zütphen reisen, deshalb gebe ich ihn heute auf die Post, während das Paket mit Bücher erst Montag von hier abgehen kann. Ich hoffe dass Sie mir bald einmal wieder schreiben werden. Schreiben Sie nur Holländisch; sollte etwas darin sein, was ich nicht verstehe, so haben wir hier einen Holländischen Bruder in der Gemeinde, der es mir übersetzen kann.

Nun meines Herzens wärmste Grüsse und Segenswünschen an all die theuren, mit Ihnen so nahe verbundenen Kinder Gottes; ihre liebe Frau nicht zu vergessen. Bruder Oncken und die ganze Gemeinde des Herrn Jesu Christi grüssen euch in der Freude des Heiligen Geistes, mit der Bitte, unsern brüderlichen Gruss nach Zütphen zu bringen, wenn Sie dahin kommen. Unsere Herzen sind eins geworden in Ihm; mögen Sie es bleiben! und dann ewig im Himmel eins sein. “Ein [276] Leib und Ein Geist, Ein Herr, Ein Glaube, Eine Taufe, Ein Gott und Vater! Amen. Ewig Ihr Bruder in dein Herrn,

J. Köbner, (St. Pauli, hinter der neuen Dröge über No. 3)

Voorganger


Ds. Fokko Stalman

 

Diensten 

     
01-10-2017 10:00 uur
► Ds. Fokko Stalman
    Avondmaal

08-10-2017  10:00 uur
► Ds. Fokko Stalman

15-10-2017  10:00 uur
► Ds. Jur Kruizinga

22-10-2017  10:00 uur
► Ds. Jannes Hofman
 
22-10-2017  16:00 uur
► Ds. Fokko Stalman
   Ouderendienst
 
29-10-2017  10:00 uur
► Ds. Fokko Stalman